Behandlungsgebiete Erwachsene

„Körper, Geist, Umgebung ist eine unteilbare Einheit. Keine Methode ist wirksam, die sich allein nur mit einem dieser drei befasst. Der Mensch als Ganzes muss angegangen werden. Es geht um die Gesundheit und Potentialentfaltung des ganzen Menschen und um den Anstoß für ein lebenslanges Lernen bis ans Lebensende", Moshé Feldenkrais.

 

Sprachstörungen nach Spracherwerb

Definition Aphasie
Eine Aphasie ist eine erworbene Störung der Sprache aufgrund einer Läsion (Schädigung) in der dominanten, meist der linken, Hemisphäre des Gehirns. Die Aphasie tritt nach abgeschlossenem Spracherwerb auf, (Ausnahme sind kindliche Aphasien).
Vorhandene Erkrankungen, die zu einer Aphasie führen, können sein:
eine Aphasie kann als Folge eines Schlaganfalls (Insult), eines Schädel-Hirn-Traumata, oder als Folge einer Operation auftreten.
neurologische Erkrankungen (z.B. Multiple Sklerose, Morbus Parkinson, Amyotrophe Lateralsklerose) oder Tumorerkrankungen, können weitere Ursachen sein.

Die Aphasie kann Beeinträchtigungen in den einzelnen sprachlichen Modalitäten (Sprechen, Verstehen, Schreiben und Lesen) verursachen. Es können Störungen in der Wortfindung, im Sprachverständnis oder Einschränkungen im Schreiben und Lesen auftreten aber auch in nichtsprachlichen Bereichen in unterschiedlichen Schweregraden. Sprachliche und nichtsprachliche Symptome sind in charakteristischer Weise kombiniert, weshalb Aphasie oder aphasische Störungen auch als multimodale Störungen bezeichnet werden, ( Günter Wirth: Sprachstörungen, Sprechstörungen, kindliche Hörstörungen).

Sprechstörungen

Von der Aphasie als Sprachstörung abzugrenzen sind die Sprechstörungen wie die Dysarthrie, allerdings können Sprach- und Sprechstörung auch gemeinsam auftreten.

Definition Dysarthrie:
Die Dysarthrie ist eine Sprechstörung. Bei der Dysarthrie sind die am Sprechvorgang beteiligten Muskeln und Organe als solche intakt, ebenso wie das sprachliche Wissen. Gestört ist lediglich die motorische Innervation der Sprechmuskulatur. Die dabei betroffenen Funktionen sind die der Artikulationsorgane. Bei der Dysarthrie kommt es zu einer Störung im Zusammenspiel von Atmung, Stimmgebung und/ oder Artikulation.

Definition Sprechapraxie:
Bei einer Sprechapraxie ist im Gegensatz zur Dysarthrie nicht die Steuerung und Ausführung, sondern die Planung der Sprechbewegungen betroffen.

Schluckstörungen

Definition der Dysphagie:
Eine Dysphagie oder Schluckstörung tritt auf, wenn eine der am Schluckakt beteiligten Strukturen in ihrer Funktion bzw. deren Zusammenwirken beeinträchtigt ist.
Ursachen für Schluckstörungen sind vor allem neurologische Erkrankungen, strukturell- funktionelle Einbußen auf Grund von Operationen, sowie psychische Störungen

Orofaciale Störungen

Definition von Craniomandibuläre Dysfunktionen, CMD:
Die Kiefergelenke und deren verbindende Muskeln, gehören als elementarer Bestandteil, neben den Zähnen, der Zunge und dem Kiefer, zu unserem Kausystem. Solange alle Anteile dieses Kausystems harmonisch ineinandergreifen, läuft dieses Funktionssystem harmonisch.

Stress im Alltag, Zähneknirschen oder Zähne pressen, sowie falsch angepasster Zahnersatz, eine veränderte Biss Lage durch abgeriebene Zähne und abgenutzte Prothesen können dieses System in seiner Funktion erheblich stören. Es kann zu Kopfschmerzen und Verspannungen in der Kaumuskulatur, bis hin zu Verspannungen in der Nacken-Schulter-oberen Rückenpartie kommen.

Definition Facialisparese:
Bei einer Facialislähmung oder Facialisparese (Gesichtslähmung) handelt es sich um eine Funktionsstörung des Nervus facialis (VII. Hirnnerv). Diese Funktionsstörung geht mit einer Lähmung der mimischen Gesichtsmuskulatur sowie der anderen von diesem Nerv versorgten Muskeln und Drüsen einher. Die Kaumuskulatur ist hier nicht betroffen, da sie vom Nervus trigeminus versorgt wird. Eine Fazialisparese tritt meist einseitig auf.

Stimmstörungen

Definition von Stimmstörungen/ Dysphonie:
Bei einer Dysphonie (Stimmstörung) liegt eine Beeinträchtigung des stimmlichen Teils der Artikulation (Phonation)vor. Dabei können Erkrankungen oder Funktionsstörungen des Kehlkopfes und des Ansatzrohres vorhanden sein.
Je nach Befund der Stimme liegt ein heiserer, rauer, belegter oder auch behauchter Stimmklang vor. Die Stimme ist nicht mehr belastbar, kann in ihrer Lautstärke, Tonhöhe und ihrem Stimmumfang nur eingeschränkt variiert werden. Der Sprechende neigt zu Räusperzwang, fühlt sich selbst unwohl und verspürt ein Gefühl von Trockenheit oder ein Kloßgefühl im Hals.
Bei einer dauerhaften Überlastung der Stimmbänder besteht die Gefahr sekundär-organischer Veränderungen, wie zum Beispiel der Bildung von Stimmlippenknötchen.

Stimmstörungen (Dysphonie/Aphonie) können unterschiedliche Ursachen haben. Es kann eine ungünstige Stimm- und Sprechtechnik vorliegen. Durch Operationen kann es zu Stimmbandlähmungen kommen. Tumoröse Wucherungen im Ansatzrohr, Mund, Kehlkopf, können zu Dysphonien führen. Aber auch neurologische Erkrankungen sowie die Einnahme von Medikamenten können die Stimmbildung negativ beeinflussen.
Durch ein gezieltes und individuelles Stimmtraining kann die Stimme wieder optimiert werden.

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Kinder/ Jugendliche

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